Falls das allumgreifende Horror-Szenario 2021 bei jungen Newcomer-Bands dafür sorgen sollte, dass sie sich mit Existenzängsten und dem Lecken ihrer zahlreichen Wunden beschäftigen, haben black midi wohl das Memo nicht bekommen. Denn weder Covid-19, noch das zweite-Album-Syndrom oder sonstige Hindernisse konnten der vielleicht spannendsten neuen britischen Rock-Hoffnung den Wind aus den Segeln nehmen. Dementsprechend ist der Nachfolger „Cavalcade“ zum gefeierten Debüt „Schlagenheim“ ein dynamischer, wie innovativer Höllenritt. Und eine weitere Standortbestimmung einer immer getriebenen jungen Band, die sich nicht auf dem bisher erreichten ausruhen will.